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Dr. Gerrit Fröhlich

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Informationsspezialist und Product Owner am Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID)  ·  Trier

Über mich

Theorie, Praxis &
Projektmanagement

Als promovierter Mediensoziologe mit einem Vordiplom in Wirtschaftsinformatik bin ich seit 2023 am Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID) in Trier tätig.

Meine soziologische Forschung widmet sich unter anderem medienbasierten Selbsttechnologien: Wie nutzen Menschen Medien zur Selbstorganisation? Welche Wirkung entfalten Medien während der Nutzung? Wie viel Spielraum bleibt den Nutzenden im Umgang mit Medien, Normen und Technologien? Mich interessiert kurzum das Verhältnis zwischen dem, was in medialen Artefakten eingeschrieben ist, und dem, was Nutzerinnen und Nutzer in der Praxis daraus machen. In meiner Dissertation bin ich diesen Fragen theoretisch und medienhistorisch nachgegangen, bevor meine anschließende Forschung zu digitaler Kommunikation sowie zur Materialität des Digitalen mich schließlich in einen IT-nahen Bereich zurückgeführt hat.

Am ZPID, der zentralen Infrastruktureinrichtung für die deutschsprachige Psychologie, verantworte ich in einer Doppelrolle als Informationsspezialist und Product Owner eine Publikationsplattform für Fachjournals. Zu meinen Aufgaben an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und digitaler Infrastruktur gehören neben dem Support und dem operativen Betrieb der technischen Plattform vor allem strategische Entwicklung, Struktur und Planung, Koordination mit anderen Produkten, Mitarbeiterführung sowie die Beratung internationaler Herausgeberteams. Parallel gebe ich weiterhin Lehraufträge an der Universität Trier, aktuell zum Thema „Was war die Öffentlichkeit? Zum Wandel digitaler Plattformen, Kulturen und Sozialfiguren“

01

Theorie

Ein primärer Schwerpunkt meiner theoretischen und empirischen Arbeit liegt neben der allgemeinen Medienwirkungsforschung vor allem auf medienbasierten Selbsttechnologien: Praktiken, in deren Rahmen Menschen Medien einsetzen, um sich selbst zu erkennen und das eigene Leben „in Ordnung zu bringen“. Wer an sich arbeiten will, greift beispielsweise auf Tagebücher, Listen und Vorher-Nachher-Bilder zurück, immer häufiger aber auch auf Smartwatches oder Diät-Apps. Im Rahmen meiner Dissertation konnte ich zeigen, wie das narrative Tagebuch um 1800, die apparativen Körpermedien um 1900 und das Selftracking der Gegenwart jeweils unterschiedliche, aber durchaus in einer Kontinuität stehende Formen dieser Selbstführung durch Medien darstellen: Jede Epoche mit charakteristischen Wissensformen, Affordanzstrukturen und Spannungsfeldern zwischen der Übernahme der in diese Medien eingeschriebenen Normen und ihrer spielerischen Überschreitung. Gerade der Bereich des Digitalen umfasst darum sowohl die Analyse der in den Medien eingeschriebenen Verwendungsformen als auch die Praktiken der Nutzung, in denen sich ein Eigensinn entwickeln kann, der von den Medien nie vollständig determiniert wird.

Weitere Forschungsinteressen umfassen Analysen der Populärkultur (insbesondere der Kultur digitaler Spiele), digitale Plattformen und ihre Eigenlogiken, das Verhältnis von Nachahmung und Distinktion in Konsum und Populärkultur sowie Fragen digitaler Souveränität. Methodisch arbeite ich mit qualitativen Interviews, Nutzungsprotokollen, Netnographie sowie Medieninhalts- und Affordanzanalysen.

Beiträge in Fachzeitschriften und Sammelbänden
2024
Fröhlich, Gerrit: The History of Media-Based Technologies of the Self from Rousseau to Runtastic.
In: Gentzel, P. / Krotz, F. / Wimmer, J. / Winter, R. (Hrsg.): The Forgotten Subject. Wiesbaden: Springer VS
2024
In: Bahr / Fröhlich (Hrsg.): Ain’t Nothing Like the Real Thing? Bielefeld: transcript
2023
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 74(4)
2023
Zillien, Nicole / Fröhlich, Gerrit: Diätetik.
In: Markus Dederich & Jörg Zirfas (Hrsg.): Optimierung. Ein interdisziplinäres Handbuch.
2021
Fröhlich, Gerrit: The Barad’s Tale, oder: Ist Doom ein Ding? Digitale Spiele aus Sicht des Neuen Materialismus.
MedienJournal — Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung 1/2021 (Materialitäten des Digitalen), S. 24–36
2021
Fröhlich, Gerrit / Zillien, Nicole: Diet Tracking als Ernährungskommunikation. Der Aufforderungscharakter einer Diät-App und der Eigensinn ihrer Nutzer.
In: Godemann / Bartelmeß (Hrsg.): Ernährungskommunikation. Interdisziplinäre Perspektiven — Kontexte — Methoden. Wiesbaden: Springer VS
2021
Zillien, Nicole / Fröhlich, Gerrit: Digitales Selbstvermessen: Zwischen offener Zukunft und geschlossenen Daten.
In: Pilipets / Wiesner (Hrsg.): Medienkultur als kritische Gesellschaftsanalyse. Festschrift für Rainer Winter. Köln, S. 401–416
2020
Fröhlich, Gerrit: Inauthentizität als digitaler Sündenfall. Öffentliche Konflikte um richtige Spiele, falsche Gamer und wahre Geschichte in der digitalen Spielekultur.
Berliner Debatte Initial 02/2020, S. 10–21
2020
Fröhlich, Gerrit: Formen, was uns formt. Selbstbestimmung mit digitaler Medienkompetenz.
IM+io, Schwerpunktheft »Quantified Everything«, S. 28–31
2019
Fröhlich, Gerrit: Die Geschichte medienbasierter Selbsttechnologien von Rousseau bis Runtastic.
In: Gentzel et al. (Hrsg.): Das vergessene Subjekt. Subjektkonstitutionen in mediatisierten Alltagswelten. Wiesbaden: Springer VS, S. 207–226
2019
Fröhlich, Gerrit / Kofahl, Daniel: Medienbasierte Selbsttechnologien am Beispiel des Diet Tracking.
In: Rode / Stern (Hrsg.): Konstellationen von Körper, Medien und Selbst. Self-Tracking, Selfies, Tinder & Co. Bielefeld: transcript, S. 127–150
2017
Fröhlich, Gerrit / Röder, Daniel: Über sich selbst rappen. Gangstarap als populärkultureller Biographiegenerator.
In: Dietrich / Seeliger (Hrsg.): Deutscher Gangstarap II. Bielefeld: transcript, S. 133–154
2017
Zillien, Nicole / Fröhlich, Gerrit: Reflexive Selbstverwissenschaftlichung. Eine empirische Analyse der digitalen Selbstvermessung.
In: Mämecke / Passoth / Wehner (Hrsg.): Bedeutende Daten. Wiesbaden: Springer VS, S. 233–249
2016
Zillien, Nicole / Fröhlich, Gerrit / Kofahl, Daniel: Ernährungsbezogene Selbstvermessung. Von der Diätetik zum Diet Tracking.
In: Duttweiler et al. (Hrsg.): Leben nach Zahlen. Self-Tracking als Optimierungsprojekt? Bielefeld: transcript, S. 123–140
2015
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit / Röder, Daniel / Sischka, Philipp: Traditionen der Medienwirkungsforschung im Überblick.
In: von Groß et al. (Hrsg.): Die Geschichte der Medienpädagogik in Deutschland. Weinheim und Basel, S. 131–155
2014
Fröhlich, Gerrit: Gegenkultur, Retromanie und die Rückkehr des Hipsters. Konsumkulturelle Trends zwischen Nachahmung und Distinktion.
Transfer. Werbeforschung & Praxis 60(2), S. 10–18
2014
Zillien, Nicole / Fröhlich, Gerrit / Dötsch, Mareike: Zahlenkörper. Digitale Selbstvermessung als Verdinglichung des Körpers.
In: Hahn / Stempfhuber (Hrsg.): Präsenzen 2.0. Körperinszenierung in Medienkulturen. Wiesbaden: Springer VS, S. 77–96
2013
Fröhlich, Gerrit: Die Liebe und der Magen. Luhmanns Liebessemantik am Esstisch.
In: Kofahl / Fröhlich / Alberth (Hrsg.): Kulinarisches Kino. Bielefeld: transcript, S. 119–134
2013
Kofahl, Daniel / Fröhlich, Gerrit / Alberth, Lars: Kulinarisches Kino. Zur Einleitung.
In: Kofahl / Fröhlich / Alberth (Hrsg.): Kulinarisches Kino. Bielefeld: transcript, S. 9–26
2013
Kofahl, Daniel / Fröhlich, Gerrit / Alberth, Lars: Die Augen essen mit. Kulinarisches Kino als Gastrosophie und Forschungsfeld interdisziplinärer Ernährungskultur.
Epikur Journal 01/2013
2013
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit: Das aktive Publikum. Eine Ortsbestimmung.
In: Frank-Job / Mehler / Sutter (Hrsg.): Die Dynamik sozialer und sprachlicher Netzwerke. Wiesbaden: Springer VS, S. 91–102
2012
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit: Alte Tragödien auf neuen Bühnen. Überlegungen zum Wandel der Privatsphäre und der nächsten Krise der Kultur.
In: Imhof / Welz / Fleck / Vobruba (Hrsg.): Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit. Wiesbaden: Springer VS
2012
Zillien, Nicole / Haake, Gianna / Fröhlich, Gerrit / Bense, Tanja / Souren, Dominique: Patientenaustausch im Internet – Von der Prosumtion zur Produtzung.
In: Soeffner (Hrsg.): Transnationale Vergesellschaftungen. Wiesbaden: Springer VS
2012
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit / Röder, Daniel / Sischka, Philipp: Traditionen der Medienwirkungsforschung im Überblick.
In: Meister / von Groß / Sander (Hrsg.): Medienpädagogik (Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online).
2012
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit: Neue Netzwerke und alte Tragödien. Über den Wandel von Normalität im Umgang mit Medien.
In: Gamper / Reschke / Schönhuth (Hrsg.): Knoten und Kanten 2.0. Bielefeld: transcript, S. 31–56
2012
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit: Alles im Griff? Apps im Bereich Ernährung und Gesundheit.
Ernährung im Fokus, Jahrgang 12, Mai 2012, S. 178–181
2011
Jäckel, Michael / Fröhlich, Gerrit: Die richtige Dosis.
Punktlandung 2011.2, S. 4–5
2011
Zillien, Nicole / Haake, Gianna / Fröhlich, Gerrit / Bense, Tanja / Souren, Dominique: Internet Use of Fertility Patients: A Systematic Review of the Literature.
Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie 8, S. 281–287
2008
Zillien, Nicole / Fröhlich, Gerrit: Informationsgewinn und Sicherheitsverlust – Empirische Ergebnisse zur Internetnutzung rund um Schwangerschaft und Geburt.
Medien Journal. Zeitschrift für Kommunikationskultur 32(4), S. 52–64
Tagungen & Vorträge
2024
Moderation und Podiumsdiskussion zum Vortrag von Michael Jäckel: »Das Leiden an der Gesellschaft. 100 Jahre Frankfurter Schule.«
Trier, 19. März 2024
2023
»Digitale Selbstvermessung«
Veranstaltungsreihe »Aktuelle Fragestellungen der Medizinethik«. Trier, 8. Februar 2023
2022
»Der Spielraum der Dinge. Zur Soziologie der Installation am Beispiel digitaler Spiele« (mit Konstantin Haensch)
Gründungstagung AG Soziologie digitaler Spiele, Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie der DGS. Gießen, 1./2. Dezember 2022
2021
»Interface als Einladung«
Europäische Medienwissenschaft Universität/FH Potsdam, 1. Dezember 2021
2021
»Mein Controller, mein Muskelkater, der Bodybuilderdrache und ich. Zu den Materialitäten digitaler Spiele«
Veranstaltungsreihe »Not Playing Around – The Business, Theory, Art & Culture of Gaming«. Zeppelin Universität Friedrichshafen, 16. November 2021
2020/
2021
Organisation der Workshops »Zur Authentizität und Inauthentizität von (medialen) Artefakten« (mit Amrei Bahr)
29./30. Oktober 2020 sowie 29./30. April 2021
2019
»We shape our games and afterwards our games shape us. Soziomaterielle Perspektiven auf digitale Spiele«
Jahrestagung der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie der DGS: Medien als Dinge Denken. Gießen, 10./11. Oktober 2019
2019
»Richtiges Spielen im falschen. Form und Funktion von Authentizitätsfiktionen im Bereich digitale Spiele«
3. Kongress der Sektion Wissenssoziologie der DGS: Gewissheit. Koblenz, 9.–11. Oktober 2019
2019
»Sein Leben in Ordnung bringen. Die Geschichte medienbasierter Selbsttechnologien von Rousseau bis Runtastic«
Vortragsreihe Medientechnik, Körper, Gesundheit. Gießen, 8. Juli 2019
2018
»Digitale Selbstvermessung — Eine empirische Analyse der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung«
VALID Frühjahrstagung. Darmstadt, 17./18. April 2018
2016
»Medienbasierte Selbsttechnologien am Beispiel des Diet Tracking« (mit Daniel Kofahl)
Tagung »Moderne Konstellationen von Medien, Körper und Selbst.« Marburg, 22./23. Januar 2016
2015
»Mettre en lumière. Die Soziologie und das Licht.« (mit Michael Jäckel)
Ringvorlesung »Licht — Material, Metapher, Medium.« Universität Trier / Universität Basel. 2. Dezember 2015
2015
»Von der Tagebuchführung zur digitalen Selbstvermessung. Medienbasierte Selbsttechnologien und ihre Rolle bei der Konstitution der Subjekte«
Tagung »Mediatisierung, digitale Praktiken und das Subjekt.« Bremen, 25.–27. November 2015
2015
»Diet Tracking. Zum Quantifizieren in der kulinarischen Krise« (mit Daniel Kofahl)
Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Marburg, 29. September–3. Oktober 2015
2014
Organisation der Ad-hoc-Gruppe »Die Vermessung des Selbst — Zur Quantifizierung des Körpers« (mit Stefanie Duttweiler, Robert Gugutzer und Nicole Zillien)
37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Trier, 6.–10. Oktober 2014
2014
»Reflexive Selbstverwissenschaftlichung. Quantifizierung, Objektivierung und Expertisierung im Zuge der digitalen Selbstvermessung« (mit Nicole Zillien)
37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Trier, 6.–10. Oktober 2014
2014
»I’ve been experimenting with myself lately — Empirische Befunde zur digitalen Selbstvermessung« (mit Nicole Zillien)
Sich selber vermessen. Self-Tracking in Sport und Alltag. Frankfurt am Main, 27./28. Juni 2014
2014
Organisation des Workshops »Digitale Selbstvermessung« (mit Nicole Zillien)
Trier, 4. Juni 2014
2014
»Kollektive Selbstvermessung — Empirische Befunde zur Quantifizierung und Aggregation von Körperdaten« (mit Nicole Zillien)
Making data count. Quantifizierung und Kollektivierung im Internet. Bielefeld, 7./8. Februar 2014
2013
»Digitale Selbstvermessung – Empirische Befunde zum Körperbild der Quantified-Self-Bewegung« (mit Mareike Dötsch)
Präsenzen 2.0. Körperinszenierung in Medienkulturen. Salzburg, 5./6. Dezember 2013
2013
»Digitale Selbstvermessung. Empirische Befunde zum Thema Quantified Self« (mit Nicole Zillien)
Soziologische Netzwerkforschung im digitalen Zeitalter. Trier, 20./21. September 2013
2011
»Neue Netzwerke und alte Tragödien« (mit Michael Jäckel)
Dritter gemeinsamer Kongress für Soziologie der DGS, ÖGS und SGS. Innsbruck, 29. September–1. Oktober 2011
2010
»Informationsproduktion und -konsumtion online. Wissensaustausch in Kinderwunschforen« (mit Nicole Zillien)
35. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Frankfurt am Main, 11.–15. Oktober 2010
Forschungsprojekte
2014–
2018
Digitale Selbstvermessung. Eine empirische Analyse der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung.
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
2012–
2014
Digitale Selbstvermessung. Empirische Analyse der individuellen Erfassung und vernetzten Kommunikation von Körperdaten im Rahmen der Quantified-Self-Gemeinschaft.
Gefördert von der Nikolaus-Koch-Stiftung
Lehrveranstaltungen — Universität Trier
SS 2025 SS 2026Was war die Öffentlichkeit? Zum Wandel digitaler Plattformen, Kulturen und SozialfigurenMA-Seminar
WS 22/23(Digitale) Öffentlichkeit und ihre TechnologienMA-Seminar
WS 22/23Digitale IdentitätenBA-Seminar
WS 22/23Einführung in die MediensoziologieBA-Seminar
SS 2022Digitale Plattformen, Kulturen und SozialfigurenBA-Seminar
SS 2022Perspektiven der MediensoziologieBA-Seminar
SS 2022Interdisziplinäre Perspektiven auf digitale SpieleBA-Seminar
WS 21/22Digitale KommunikationBA-Vorlesung
WS 21/22Politik und Ästhetik digitaler ClipkulturenMA-Forschungsprojekt
SS 2021Kulturgeschichte der Digitalisierung — Geschichte digitaler KulturenMA-Seminar
SS 2021Perspektiven der MediensoziologieBA-Seminar
WS 20/21Die Corona-Pandemie. Alltag in der Krise, Krise in den Medien (mit D. Bischur)MA-Forschungsprojekt
WS 20/21Medien und IdentitätBA-Seminar
SS 2020Die Corona-Pandemie. Alltag in der Krise, Krise in den Medien (mit D. Bischur)MA-Forschungsprojekt
SS 2020Materialität des DigitalenMA-Seminar
WS 19/20Medien und EmotionenSeminar
WS 19/20»Objektivität« und »Expertise« der Wissenschaften in der Diskussion II (mit D. Bischur)MA-Forschungsprojekt
SS 2019Einführung in die Game StudiesSeminar
SS 2019»Objektivität« und »Expertise« der Wissenschaften in der Diskussion I (mit D. Bischur)MA-Forschungsprojekt
WS 18/19Materialität und DesignSeminar
WS 18/19Selbstthematisierung und SelbsttechnologieSeminar
SS 2017Medien und Vertrauen (Tutorien zur Integrierten Einführung)Tutorium
WS 16/17Die Realität der MassenmedienSeminar
WS 16/17Theorien der PopulärkulturSeminar
SS 2016Game Studies — Interdisziplinäre Zugänge  ▲ Lehrpreis 2016Seminar
SS 2016Konsum und Kultur zwischen Nachahmung und DistinktionSeminar
WS 15/16Einführung in die FilmsoziologieSeminar
SS 2015Aspekte der SelbstthematisierungSeminar
SS 2015MedientheorienSeminar
WS 14/15Theorien der PopulärkulturSeminar
WS 14/15Medien und EmotionenSeminar
SS 2014Luhmann lesen lernenSeminar
SS 2014Digitale Selbstvermessung II (Studienprojekt, mit N. Zillien)Studienprojekt
WS 13/14Soziologie des Films — Klassiker und GenreanalysenSeminar
WS 13/14Digitale Selbstvermessung I (Studienprojekt, mit N. Zillien)Studienprojekt
SS 2013Werbung und KonsumSeminar
SS 2013Mediale WissenschaftsvermittlungSeminar
WS 12/13Emotion und MedienSeminar
WS 12/13Das Verhältnis von Film und GesellschaftSeminar
WS 12/13Konsum und Kultur zwischen Nachahmung und DistinktionSeminar
SS 2012FilmsoziologieSeminar
SS 2012Einführung in die MedienwirkungsforschungSeminar
SS 2012MediensoziologieSeminar
WS 11/12Wissenschaft und ÖffentlichkeitSeminar
WS 11/12Medien, Öffentlichkeit und WissenschaftSeminar
In den Medien (Auswahl)
Luxemburger Wort · August 2022
»Deshalb sind Netflix und Co. so erfolgreich.« — Über den Erfolg der Streaming-Plattformen
Luxemburger Wort · Oktober 2021
»Kinderspiel als Kapitalismuskritik.« — Der Hype »Squid Game« und was dahintersteckt
Trierischer Volksfreund · Mai 2020
»Eine neue Verbindung zur Umgebung.«
Apothekenumschau · September 2016
»Wie sinnvoll sind Gesundheits-Apps?«
Trierischer Volksfreund · April 2014
»Die Vermessung des Selbst.« — Gesundheitsdaten verändern den Arztbesuch
Auszeichnungen
2018
Förderpreis des Freundeskreises der Universität Trier e.V. für die Dissertation »Medienbasierte Selbsttechnologien 1800, 1900, 2000«
2016
Lehrpreis der Universität Trier für das Seminar »Game Studies — Interdisziplinäre Zugänge«
2013
Ökonomiepreis der Handwerkskammer Trier für die Magisterarbeit »Angst und Phobie«
Mitgliedschaften & Gutachtertätigkeiten
Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)
Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie (DGS)
Sektion Wissenssoziologie (DGS)
Sektion Politische Soziologie (DGS)
Gutachter: New Media & Society
Gutachter: Österreichische Zeitschrift für Soziologie
Gutachter: Human Studies
Gutachter: Vienna Doctoral School of Social Sciences
Kuratorium der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz (2013–2015)
02

Praxis

Nachdem ich mich als Mediensoziologe zunehmend mit Themen wie Mensch-Technik-Interaktion, Interfaces und digitaler Materialität befasst hatte, nutzte ich 2023 die Chance, von der Forschung in die Forschungsinfrastruktur zu wechseln und so zumindest teilweise an meine frühe Vergangenheit in der Wirtschaftsinformatik anzuknüpfen. Als Informationsspezialist wirke ich an der Schnittstelle zwischen digitaler Infrastruktur und ihren Nutzenden und verbinde wissenschaftliche Perspektive, technische Betreuung und den Transfer in die praktische Umsetzung. Am ZPID in Trier – der zentralen Infrastruktureinrichtung für die Psychologie in den deutschsprachigen Ländern – verantworte ich eine Open-Access-Publikationsplattform für psychologische Fachzeitschriften. Ich vermittle zwischen den Beteiligten, entwickle und optimiere Workflows und begleite neue Features vom Konzept in die Praxis. Die wechselseitige Interaktion zwischen Plattform und dem „Eigensinn“ der Nutzung erlebe ich hier in der Praxis und arbeite mit daran, diese Reibung so gering wie möglich zu halten. Zur täglichen Arbeit gehört außerdem die inhaltliche und technische Beratung internationaler Herausgeberteams sowie interner wie externer Stakeholder zu Open-Science-Standards, Publikationsrichtlinien, Lizenzfragen und urheberrechtlichen Rahmenbedingungen und vielem mehr.

Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID) · seit März 2023
Operative Leitung eines Teams im Rahmen der Abteilung »Archivierungs- und Veröffentlichungsdienste«
Mitarbeiterführung, Strategieentwicklung, Koordination interner und externer Dienste und Produkte
Strategische Entwicklung und Transformation der Plattform
Diamond Open Access für die internationale Psychologiecommunity, Konzept zur Erweiterung in Richtung Kompetenzvermittlung im Bereich Diamond OA
Öffentlichkeitsarbeit
Neukonzeption und Umsetzung des Internetauftritts, laufende Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Sprints, Vortragstätigkeit
Implementierung von Open-Science-Features
Best Practices für wissenschaftliche Transparenz und Reproduzierbarkeit auf der Plattform
Beratung und Support für Herausgeberinnen und Autoren
Tätigkeit in der internationalen Psychologie- und Open Access Community · Monitoring und Reporting
Kenntnisse & Werkzeuge
Open Access Open Science Open Journal Systems Publishing Lizenzrecht WordPress TYPO3 HTML XML / XSLT Python Scrum FitSM Citavi MaxQDA LaTeX Microsoft Office
03

Projektmanagement

Projektverantwortung, Teamkoordination, vorausschauende Planung sowie die Konzeption und strukturierte Umsetzung von Ideen begleiten mich über meine bisherigen Rollen hinweg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Konsum- und Kommunikationsforschung habe ich über mehrere Jahre Lehrveranstaltungen konzipiert und geleitet, Tagungen und Workshops organisiert, wissenschaftliche Hilfskräfte eingestellt und koordiniert sowie Drittmittelanträge mitverantwortet. Im DFG-geförderten Projekt „Digitale Selbstvermessung“ übernahm ich neben der wissenschaftlichen Arbeit die Planung und Steuerung des Projektablaufs, was ich durch eine Scrum-Zertifizierung professionalisiert habe. Die Kombination aus inhaltlicher Verantwortung und operativer Koordination in den vorangegangenen Projekten hat mich zur Rolle des Product Owners geführt, wo ich ein interdisziplinäres Team mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen leite.

Beruflicher Werdegang
seit
3/2023
Informationsspezialist, wissenschaftlicher Mitarbeiter & Product Owner
Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID) · Trier
Operative Leitung des Teams, strategische Entwicklung, internationale Vernetzung, Mitarbeiterführung, Koordination interner und externer Dienste.
2018–
2023
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Universität Trier · Professur für Konsum- und Kommunikationsforschung
Konzeption und Leitung von Lehrveranstaltungen BA/MA, Koordination studentischer Forschungsprojekte, Forschung und Publikationen, Studienberatung im Master Medien- und Kultursoziologie, Neukonzeption des Internetauftritts des Fachs Soziologie.
2016–
2018
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (DFG-Projekt)
Universität Trier · Projekt »Digitale Selbstvermessung«
Projektplanung und -steuerung, Budgetverwaltung, Einstellung und Koordination der Hilfskräfte, Publikations- und Vortragstätigkeit, Aufbau einer Literaturdatenbank.
2011–
2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Universität Trier · Professur für Konsum- und Kommunikationsforschung
Konzeption und Leitung von Lehrveranstaltungen (ausgezeichnet mit dem Lehrpreis der Universität Trier), Betreuung von Abschlussarbeiten, Mitarbeit in Haushaltsausschuss und Mittelbaurat.
Ausbildung
2011–
2017
Promotion — Summa cum laude
Universität Trier · Soziologie
»Medienbasierte Selbsttechnologien 1800, 1900, 2000. Das in Ordnung gebrachte Leben vom narrativen Tagebuch zur digitalen Selbstvermessung.« Gutachter: Prof. Michael Jäckel / Prof. Alois Hahn. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Universität Trier.
2003–
2011
Magister Artium — Sehr gut
Universität Trier · Soziologie, Philosophie, Germanistik
Abschlussarbeit: »Angst und Phobie. Zur Entstehung und Pathologisierung von Unsicherheit in der Moderne.« Ausgezeichnet mit dem Ökonomiepreis der Handwerkskammer Trier.
2001–
2003
Studium Wirtschaftsinformatik
Fachhochschule Gießen-Friedberg

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